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brand eins Neuland - Leserbrief: Lärmgeplagte Anwohner

Mehr als fragwürdig

Ich lese gerade den Artikel über den Flughafen Weeze und frage mich, ob dies ein bezahlter Werbespot ist. Man muss doch nur die Diskussion um den Flughafen Hahn verfolgen, dessen Anteile der Frankfurter Flughafen für sage und schreibe einen Euro verkauft hat, weil er nicht jedes Jahr Verluste von 8 Millionen Euro tragen will, um zu erkennen, dass die Aussagen des Herrn van Bebber nicht stimmen können. Wie soll Weeze Gewinn machen, wenn von dort viel weniger Fluggäste starten, als von Hahn, dazu ohne Nachtflug und ohne Frachtflug? Beide Flughäfen sind vollkommen von Ryanair abhängig, die die Bedingungen diktiert. Stichwort: Hahntaler. Der Flughafen Weeze hat enorme Schulden beim Kreis Kleve und darauf noch nicht einen Cent zurückbezahlt.

Insofern sind einige Aussagen mehr als fragwürdig. In jedem Fall steht es einem Medium gut zu Gesicht, wenn es den Spruch beherzigt: Audiatur et altera pars!

Die Aktionsgemeinschaft Stopp Laarbruch, in der sich lärmgeplagte Anwohner zusammengeschlossen haben, hätte sich gefreut, wenn sie auch zu Wort gekommen wäre. Völlig absurd ist es aber doch, dass die Niederländer eine Ökosteuer einführen, um den Flugverkehr zu reduzieren, die Holländer dann ab Weeze fliegen und der Lehrer Knechten als "leuchtendes Vorbild für den Umweltschutz" mit seiner Klasse morgens nach Großbritannien fliegt und Mittags zurück, nur weil das pro Person 80 Cent kostet.