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Neuland 05/2009 - Region Dresden
Agnes Muche, 21, Vorstandsvorsitzende Aktion Zivilcourage e.V.
Diese Frau lässt sich nicht einschüchtern. Sie macht den Mund auf, nimmt die Welt nicht als gegeben hin. Ihr Ziel: ein breiter gesellschaftlicher Konsens für mehr Demokratie und gegen Rechtsextremismus in der Sächsischen Schweiz.
Seit Herbst 2006 ist Agnes Muche aus Pirna Mitglied bei der "Aktion Zivilcourage"; sie absolvierte damals ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Euthanasie-Gedenkstätte Pirna- Sonnenstein. Geschockt darüber, was aus mangelndem politischen Bewusstsein entstehen kann, beschloss sie, sich einzumischen.
Seit Frühjahr 2008 ist die Lehramtstudentin Vorstandsvorsitzende des Vereins, der mit mehr als 50 ehrenamtlichen Helfern und zwei fest angestellten Kräften einen Markt der Kulturen, Schulungen für Lehrer sowie Partys, Konzerte und Wettbewerbe gegen Politikverdrossenheit organisiert. Trotzdem sei es oftmals frustrierend, sagt Muche. Bei den jüngsten Kommunalwahlen kam die NPD in Pirna auf mehr als sieben Prozent, in vielen Gemeinden ist die rechte Partei die stärkste Kraft. Doch die mehrfach ausgezeichnete Aktion zeigt auch Erfolge. "Das Klima ist offener geworden, Menschen stehen auf, tun etwas. Viele Projekte für Demokratie und Toleranz sind entstanden." Das hat auch die Politik positiv vermerkt: Der Freistaat Sachsen trägt heute die Hälfte der Kosten der Initiative gegen Rechts.
