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Neuland 04/2008 - Niederrhein

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Willi Watermann, 73, ehrenamtlicher Niederrhein-Guide

Der Maschinenbauingenieur lebte nach seiner Pensionierung zehn Jahre in Spanien und kam 2005 zurück an den Niederrhein, nach Kleve. "Ich fühle mich dieser Gegend eng verbunden, deshalb wollte ich mich auch unbedingt ehrenamtlich engagieren."

Watermann landete beim Naturschutzbund (NABU) in Kranenburg. Dort arbeitet er als einer von 62 freiwilligen "Niederrhein-Guides", die der NABU in Sachen Kultur, Entstehung und Natur der Region fortgebildet hat. Der Rentner leitet Radtouren durch die Naturschutzgebiete der Gegend. Besonders angetan hat es ihm die Düffel, die Rheinniederung zwischen Kleve und Nimwegen: "Die flache Landschaft mit ihren Pappelalleen, das mühelose Überwinden der Grenze zu den Niederlanden, die Reiher und Wildgänse ­ das macht für mich den Niederrhein aus. Das will ich den Teilnehmern ans Herz legen."

Gut 160000 sibirische Wildgänse überwintern jährlich vor Ort, Watermann führt Bustouren zu den Rastplätzen. Außerdem bildet er Praktikanten beim NABU aus und betreut das Besucherzentrum der Station. "Das ist jetzt mein zweiter Beruf. Manchmal denke ich: Wärst du doch in Spanien geblieben. Aber dafür liebe ich meine Arbeit zu sehr."