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Neuland 03/2008 - Niederbayern
Informiert bleiben: Überleben in Niederbayern kein Reiseführer
In einem Eggenfeldener Lokal stieß der berühmte amerikanische Ethnologe R.W.B. McCormack, der Autor des Standardwerkes "Tief in Bayern", auf einen Anschlag, der das "stumpfsinnige Dahinbrüten vor dem Bier erst ab halb elf" gestattet. "Ein Zeremoniell", sagt McCormack, "das sich über Stunden hinziehen kann. Nur selten wird dabei mehr getrunken als mit Gewalt hinein geht, und von einem, der unter dem Tisch liegt, sagt man respektvoll, er wisse wenigstens, wann er aufhören muss." Die Niederbayern feierten nun einmal gerne und hätten dabei auch nichts gegen die Gesellschaft von Fremden, hat der amerikanische Forscher he-rausgefunden. Allerdings dürfe der Besucher dabei nicht auf einen netten Plausch hoffen: "Der Niederbayer ist kein Freund großer Worte", weiß McCormack. "Er verabscheut das Geplauder und die Gespreiztheit der Podiumsintellektuellen." Ein in der Region oft gehörter Satz laute: "Muaß i wos sog'n?" Nun, müssen nicht, aber schön wäre es schon, fand die Redaktion, wenn es ein paar persönliche Tipps für Niederbayern-Besucher gäbe. Kein Problem für die Befragten. brand eins Neuland gegenüber geizten sie jedenfalls nicht mit Worten.
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