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Neuland 03/2008 - Niederbayern

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Schwester Cäcilie Beer, 67, Ordensfrau im Kloster Mallersdorf

Sie war 14, als sie die Klosterschule besuchte und den Weg des Glaubens einschlug, "aus Berufung". Damals, 1955, hatte der Orden der "Armen Franziskanerinnen von der Heili-gen Familie" 3400 Mitglieder in 371 Niederlassungen. Heute zählt er noch 1050 Schwes-tern in 85 Filialen. 170 von ihnen leben im prächtigen Mutterhaus in Mallersdorf, einer früheren Benediktinerabtei. Unter ihnen Schwester Cäcilie Beer, inzwischen 67 Jahre alt und mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. "Caritas Christi urget nos" ("Die Liebe Christi drängt uns"), heißt das Bekennt-nis, das jede Schwester am Gewand trägt. Ob in der Betreuung von Obdachlosen oder Aids-Waisen, in der Seelsorge oder im Kinderheim ­ die Schwestern sind weltweit unterwegs. Dabei gehen sie mit der Zeit: sind im Internet präsent, flott beim E-Mailen und beten statt stündlich nur noch fünfmal am Tag. Und doch wollen immer weniger Frauen ihr Leben führen ­ aus Bindungsangst, glaubt Cäcilie: "Seit sechs Jahren wurde keine Schwester eingekleidet. Dafür haben wir 35 bis 40 Sterbefälle im Jahr." So geht es fast allen der 329 deutschen Frauenorden: Vier Fünftel ihrer Mitglieder sind älter als 65.