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Neuland 03/2008 - Niederbayern
Karl Hacker, 52, Chef der Hacker Feinmechanik in Neuhausen
Nicht hadern, sondern machen, lautet sein Credo. "Ich gehe mit wachen Augen durchs Leben und ergreife Gelegenheiten." Dass er, Sohn eines Maurers und einer Hausfrau, einmal Chef eines Betriebs mit 20 Millionen Euro Umsatz werden würde, war nicht eben vorgezeichnet: Gerade den Hauptschulabschluss in der Tasche, wird Karl Hacker mit 18 Vater "ist halt passiert". Mittlere Reife und Abitur macht er auf dem zweiten Bildungs-weg, sein Maschinenbaustudium bricht er ab, um die Familie zu ernähren. Mit 30 ergreift er seine Chance, stellt drei Maschinen in einer Garage auf. Heute beliefert sein Unterneh-men BMW, Bosch und Osram mit Schleifteilen und Baugruppen.
Das Geschäft brummt wie die Region. Die zupackende Art des 52-Jährigen ist typisch niederbayerisch: Hacker bringt Dinge in Bewegung, schafft aus Kleinem Großes. Auch privat. Nach 30 Jahren Pause greift er zur Trompete, spielt mit "Karl and the Mechanics" eine Jazz-CD ein. Die Musik ist ihm Hobby und Metapher für Führung: "Der Komponist ist nichts ohne Musiker", sagt der Chef über sich und seine Mitarbeiter. Hacker delegiert, lässt sein Orchester spielen. "Wer komponieren will, kann nicht auf der Bühne stehen."
